Ganzheitliche Pädagogik - Modewort oder echtes Konzept? Der Begriff "Ganzheitlichkeit" taucht
in nahezu allen Leitbildern und Konzepten auf und ist aus der Pädagogik kaum wegzudenken - doch
was bedeutet er wirklich? Armin Krenz geht der vielfach zitierten aber oft unscharf
verwendeten Idee einer ganzheitlichen Pädagogik auf den Grund fundiert mit
entwicklungspsychologischen bildungswissenschaftlichen und neurobiologischen Hinweisen. Er
zeigt dass es nicht um eine wohlklingende inzwischen inflationär gebräuchliche Wortnutzung
geht sondern um ein tiefes Verständnis von Entwicklung das Kinder als aktive neugierige
fühlende sozial orientierte und denkende Subjekte ernst nimmt. Nur wenn emotional-soziale
kognitive und körperliche Impulse miteinander verwoben sind können nachhaltige
Selbstbildungsprozesse entstehen. Eine echte ganzheitliche Pädagogik so Krenz stellt das
individuelle Kind in den Mittelpunkt - weit entfernt von einer defizitorientierten Förderlogik
und von fremdgesteuerten Bildungszielen die einer ständig zunehmenden kindentfernten
Erwachsenenlogik entspringen.