Konrad Hammer war vier Jahre alt als er mit seinen Großeltern und Eltern im Juni 1946 den
Bauernhof der Familie im Böhmerwald von heute auf morgen verlassen musste. Geschichten von
Migration Flucht und Vertreibung beherrschen die Menschheitsgeschichte. Die Integration von
rund 12 Millionen deutscher Heimatvertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg stellte das Land vor
eine schier unlösbar erscheinende Aufgabe die man als Erfolgsstory feiern kann. Die
Vertriebenen waren Deutsche kannten die Sprache waren meist gut ausgebildet und dazu fleißig
und motiviert. Sie bildeten ein wesentliches Element zum Aufbau der demokratischen
Bundesrepublik. Willkommen waren die Neubürger jedoch nicht. Die Geschichte der Brettener
Familie von Konrad Hammer ist eine sehr persönliche Familiengeschichte von Flucht und
Vertreibung mit einem seltenen glücklichen Ende. Solche Geschichten prägten das deutsche
Wirtschaftswunder von dem wir immer noch profitieren obwohl wir es manchmal nicht mehr spüren
weil es so selbstverständlich geworden ist.