Immanuel Kant (1724-1804) gilt als bedeutendster deutscher Philosoph. Doch die fatale Ehrfurcht
ihm gegenüber seine eigentümliche Ausdrucksweise und die dreihundert Jahre die uns von ihm
trennen machen ihn zu einer tragischen Figur: Er wirkt abgehoben und schwer verständlich.
Dabei möchte Kant seinen Mitmenschen fundamentale Einsichten und Botschaften vermitteln die
uns allen helfen können uns in unserer Gegenwart zu orientieren und zu einem besseren Leben zu
finden. Niemand hat die Bedeutung von Vernunft Freiheit und Frieden für die Menschheit und den
einzelnen Menschen so klar erkannt wie Kant. Der Königsberger hat mit seinen drei
Hauptschriften "Kritik der reinen Vernunft" "Kritik der praktischen Vernunft" und "Kritik der
Urteilskraft" Grundlegendes und bis heute Erhellendes und Rezipiertes zu Erkenntnistheorie
Ethik und Ästhetik geschaffen. Auch viele andere seiner Publikationen bieten Stoff zum
Nachdenken und anregenden Gesprächen. So beschäftigte sich Kant ausgiebig mit Aspekten der
Religion aber auch Naturereignissen sowie - höchstaktuell - der Friedensthematik. Sein Buch
"Zum ewigen Frieden" bildete u.a. eine Grundlage bei der Verfassung der Charta der Vereinten
Nationen. Daher geht es in diesem Essay neben einer Einführung in seine Biografie und
Philosophie vor allem darum Lust darauf zu machen Kant selbst zu lesen und sich kritisch mit
seinem Denken auseinanderzusetzen.