Migration und Nationalismus sind zwei historische Phänomene die sich gegenseitig sehr stark
beeinflussen. Anhand ausgewählter globalhistorischer Beispiele der japanischen
Migrationsgeschichte seit den 1880er Jahren - etwa japanischen Migrant_innen in den USA
Brasilien oder Korea - untersucht Frank Jacob diesen Zusammenhang eingehender. Gezeigt wird
dabei wie japanischer Imperialismus und antimigratorischer Nationalismus gleichermaßen die
Migrationserfahrung derer bestimmen die sich - und das nicht immer freiwillig - im Kontext der
japanischen bzw. globalen Geschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts in Bewegung setzen um in
einem anderen Land ein neues Leben zu beginnen. Jacob beleuchtet den globalen Zusammenhang von
Migration und Nationalismus und zieht Parallelen zu heutigen migrationspolitischen Debatten
die von ähnlichen Dynamiken geprägt sind.