Versicherungsschutz ist eine unverzichtbare Voraussetzung internationaler Handelsbeziehungen.
Aus diesem Grund gerät die Versicherungswirtschaft zunehmend in den Fokus europäischer
Wirtschaftssanktionen. Letztere manifestieren sich in einer Vielzahl von länder- bzw.
anlassspezifischen Sanktionsverordnungen und weiteren begleitenden Regularien. Deren Auslegung
wurde mit Blick auf Versicherungsprodukte in der Spruchpraxis europäischer Gerichte bislang
kaum behandelt.Auf dieser Grundlage diskutiert die Dissertationsschrift diejenigen europäischen
Sanktionsbestimmungen welche Versicherungsunternehmen das Angebot von Versicherungsschutz in
sanktionierten Staaten und oder gegenüber sanktionierten Personen verbieten. Die
Dissertationsschrift verfolgt das Ziel Lösungen für eine interessengerechte und kohärente
Anwendung des europäischen Sanktionsrechts auf den Versicherungssektor anzubieten. Die
Bearbeitung nähert sich dem Thema über die europäische Methodenlehre. Erkenntnisse der
politikwissenschaftlichen Sanktionsforschung werden berücksichtigt. Dem Rechtsanwender sollen
Argumente vorgeschlagen werden welche unabhängig von dem im Einzelfall relevanten
Sanktionsregime Gewicht haben. Die Arbeit richtet sich an Praktiker mit Tätigkeitsschwerpunkt
in der (Versicherungs-)Compliance sowie an die versicherungs- und außenhandelsrechtliche
Forschung.