Jakob Leiners neuer Gedichtband wirft sich der Natur an den Hals mal bedürftig mal ungestüm.
Es ist eine Hommage an das langsame Reisen und Begreifen quer durch die Jahreszeiten kreuz
und quer durch Deutschland und Europa - der Versuch einer veränderbaren Weltwahrnehmung indem
an ein zyklisches Zeitempfinden erinnert wird. Kairos und Chronos. Was bleibt? Kann sich das
anthropozentrische Spiegelbild (Wer findet das Schönste im ganzen Land?) überhaupt noch mit
echter Schönheit anfreunden? Welche Chronik des Vermeidenswerten zeichnet sich ab? Warum
schleicht sich andauernd ein hinterhältiges Ich in die Zeilen? Wer braucht hier wen? Maul
halten und staunen - wenn es so einfach wäre.