In einem gemeinsamen Antrag sprachen sich 2024 die Fraktionen von SPD CDU CSU Bündnis 90 Die
Grünen und FDP im Deutschen Bundestag dafür aus die Aufarbeitung der ¿Euthanasie¿-Verbrechen
und der Zwangssterilisationen während des Nationalsozialismus zu intensivieren. Am 3. Juli 2024
wurde der Antrag vom Kulturausschuss gebilligt. Ein Ziel dieses Antrags ist das Vorhaben
bundesweit Akten 'zu lokalisieren zu sichern und zu konservieren um sie für Forschung
Bildung und Anfragen nutzbar zu machen.' Die ¿Euthanasie¿-NS-Verbrechen und
Zwangssterilisierungen fanden auch im westlichen Rheinland im ehemaligen Regierungsbezirk
Aachen statt. Orte in Aachen in Monschau in Jülich und in Düren werden in dieser Ausgabe
beispielhaft thematisiert. Psychiatrische Einrichtungen Gesundheitsämter Ärzte und
verschiedene andere Institutionen nahmen an diesen Verbrechen teil. Heute noch verbinden viele
Menschen Düren mit der grotesken popkulturellen Darstellung amerikanischer Psychiatrien aus
Horrorfilmen das Odem der psychischen Krankheit haftet am Ort: 'Pass nur auf sonst kommst du
nach Düren!' Die Forschung zur Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Düren während der NS-Zeit
vermittelte der Redaktion ein realistisches Bild des dortigen Alltags. Die Ausgabe ist deswegen
zugleich der Versuch das verzerrte Bild der Anstalt zu revidieren. In doppelter Weise von
Ausgrenzung und Verfolgung betroffen waren jüdische Patient*innen die in den psychiatrischen
Einrichtungen untergebracht waren. Sie traf die antisemitische Verbindung der rassistischen
NS-Eugenik weswegen sie vielfach die ersten Opfer der NS-Vernichtungspolitik wurden. Ihre
Familien hatten häufig keine Möglichkeit die Verwandten aus den Fängen der
nationalsozialistischen Einrichtungen zu retten rechtliche Schritte waren den Jüdinnen und
Juden aufgrund der antisemitischen Gesetzgebung so gut wie unmöglich.