In einem 'spekulativen Quartett' (Badiou) wird das Denken von Marx Freud Kant und Hegel
zusammengeführt um es als einen übergreifenden geteilten Prozess zu begreifen. Diese
Verwirklichung des Denkens gehorcht weder einer vorausgesetzten Idee noch arbeitet sie auf
eine übergreifende Idee hin - das Denken wird zu einem Selben durch die Verschiedenheiten die
es trennt und durch ihre Wiederholung hindurch. Marx verwirklicht gegen den Junghegelianismus
einen anderen ¿Hegel¿. Freud treibt mit der Wirklichkeit des Unbewussten einen inneren Abstand
in die Transzendentalphilosophie Kants. Freud und Marx die verschiedene Formen des
Unterschieds im Denken entwerfen fügen sich aber zusammen: In ihrer Differenz sind sie durch
die Kraft der Kant'schen Synthese aufeinander bezogen die in ihnen ihre äußere Verwirklichung
findet. Und schließlich erweist sich mit Hegel das Denken als ein Selbes wenn es verschieden
ist sich fügt und wiederholt. Das Denken äußert sich indem als das Verschiedene eines Selben
erscheint. 'Ein wirklich tiefgreifendes Unterfangen das tatsächlich das gesamte Verfahren der
Philosophien betrifft.' (Alain Badiou)