Der Abenteuerroman 'Lonely Survival' wirft angelehnt an aktuell im Mainstream beliebte
Survival-Shows sieben Influencer*innen im Rahmen eines Wettbewerbs in die raue kanadische
Natur. Die von dem Initiator und Survival-Guru 'Christian Parker' gestellte Aufgabe klingt
zunächst einfach: Die Teilnehmenden sollen acht Tage lang völlig auf sich allein gestellt und
nur mit Kameras und einigen wenigen Ausrüstungsgegenständen bewaffnet in der Wildnis überleben
- wer eine Evakuierung anfordert hat verloren. Auf alle Gewinner wartet am Ende ein
beträchtliches Preisgeld vor allem aber die Aufmerksamkeit ihrer leicht zu langweilenden
Follower. Durch diese Verbindung von aktuellem Zeitgeist mit den Themen 'Isolation' 'Verzicht'
und dem menschlichen Kampf gegen Umweltereignisse und wilde Tiere bringt der Roman das
verstaubte Genre der Robinsonade in die Moderne. Dabei bleibt eine Kritik an aktuellen
Unterhaltungsformaten und die Thematisierung von Umwelthemen omnipräsent ohne von der
kurzweiligen spannenden Handlung abzulenken. Im Gegenteil: Der oft düstere actiongeladene
Plot lässt der Zielgruppe Jugendlichen und Jungen Erwachsenen ab 15 Jahren bis hin zu
Erwachsenen im Alter von 35 Jahren kaum Zeit aufzuatmen. Dies unter anderem auch deshalb weil
sich schon bald herausstellt dass in der kanadischen Natur noch andere Gefahren lauern als
Stürme Kälte und wilde Bären. Dass dort etwas auf der Jagd nach den Teilnehmenden ist etwas
dem sie sich nur vereint entgegenstellen können.