In diesen Gedichten wird unentwegt kommuniziert: Das lyrische Ich - eine junge Frau -
telefoniert und stolpert über das Kabel sie schreibt und liest Postkarten sogar Telegramme
gibt es dazu Nachrichten am Display. Natürlich ist es trotzdem kompliziert sich und einander
zu verstehen Doppeldeutigkeiten und Uneigentlichkeiten lassen viel Spielraum von der
Zermürbung gelangt man zum Mürbteig im Appetit steckt petit aber im Verlust ist immerhin auch
Lust zu finden. Um den Mehrgleisigkeiten eine weitere Dimension zu verleihen sind die Gedichte
in Hochsprache und Dialekt verfasst wobei sich die beiden Sprachen gegenseitig Facetten
schenken wenn etwa anlenden und anlehnen wie in einem Kippbild hin- und herwechseln. Und als
wären die gegenwärtigen Mitmenschen nicht genug verortet sich die Protagonistin auch in der
Literaturgeschichte im Mit- und Gegeneinander von Ingeborg Bachmann und Max Frisch etwa und
wir alle wissen wie komplex diese Beziehung war. Ist das ein schlechtes Omen für das Ich und
Ivan der wohl anziehend aber vielleicht keiner von den Guten ist? Da liegen Einsamkeit
Ängste Zittern und Herzklopfen nahe wir wünschen bebend nur das Beste ...