Die aktuellen kriegerischen Katastrophen lassen nicht nur westeuropäische Friedensillusionen
sondern auch die bequeme Einbettung unserer Gesellschaften in ein Friedenskontinuum einbrechen.
Wir müssen uns also verstärkt mit Krieg Gewalt Militarisierung Geschlechterverhältnissen und
Frauen-Friedensbewegungen auseinandersetzen. Geschichts- kultur- sozialwissenschaftliche und
philosophische Autorinnen und Aktivistinnen bieten in diesem Band einen interdisziplinären
Blick auf die fatalen Auswirkungen von Kriegen auf die Geschlechterbeziehungen und das
Alltagsleben. Das Buch versammelt sowohl Texte die den Schwerpunkt auf historische
Frauenfriedensbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert legen als auch internationale durchaus
widersprüchliche Analysen gegenwärtiger Kriegsgeschehnisse. Grundlegende Fragen zu
patriarchaler Gewalt in all ihren Erscheinungsformen legitimiert durch mediale Darstellungen
runden den Sammelband dem ein Symposium zum gleichen Thema vorausging ab.