Brahms' Deutsches Requiem zählt seit seiner ersten vollständigen Aufführung 1868 im Bremer Dom
unbestritten zu den Schlüsselwerken der Oratoriengeschichte. Der Rang des Werks resultiert
nicht nur aus seiner ungewöhnlich dichten musikalischen Faktur sondern auch aus der originären
Textidee: Brahms selbst hat Kernsprüche aus dem Alten wie Neuen Testament in Luthers
Übersetzung so zusammengestellt dass die Leitgedanken "Trauer" und "Trost" sinnfällig
aufeinander bezogen werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Oratorien des 19. Jahrhunderts
stellt Brahms den Chor die Stimme der Gemeinschaft ins Zentrum seiner überkonfessionellen
Totenfeier. Das Werk ist jetzt auch in carus music der Chor-App erhältlich.