Dvoráks großes "Requiem" op. 89 entstand als Auftragswerk für das renommierte Musikfest in
Birmingham. Seit der dortigen Uraufführung unter Leitung des Komponisten im Jahr 1891 erfreut
es sich großer Beliebtheit. Es basiert auf dem liturgischen Requiem-Text war jedoch von Beginn
an für eine abendfüllende konzertante Aufführung gedacht. Dvorák entfaltet im "Requiem" in
unnachahmlicher Weise und mit beeindruckender Ausdruckstiefe die ganze Bandbreite von
religiöser Andacht bis hin zu Dramatik und leidvoller Klage. Bachs Kreuzmotiv aus dem zweiten
Kyrie der "h-Moll-Messe" mag Pate gestanden haben für den chromatisch angelegten musikalischen
Kerngedanken der als Todesmotiv in beinahe allen Sätzen aufgegriffen wird. Der Chor spielt im
Werk eine zentrale Rolle. Bis auf eine Ausnahme lässt ihn Dvorák in allen 13 Teilen mitwirken.
Die bei Carus veröffentlichte Werkfassung entspricht jener der autographen Partitur die -
anders als der Erstdruck und eine bei der Uraufführung benutzte Abschrift - präzise die
ausdifferenzierten dynamischen Anweisungen Dvoráks wiedergibt. Autographe Ergänzungen aus der
Dirigierpartitur sind berücksichtigt Einzelanmerkungen geben detailliert Informationen über
die Unterschiede der Quellen. Carus setzt mit der kritischen Neuedition der Requiem-Vertonung
die Veröffentlichung der geistlichen Werke Dvoráks fort. Neben der Partitur sind Klavierauszüge
in normaler Größe und im lesefreundlichen Großdruck Chorpartitur käufliches Orchestermaterial
und Übehilfen für den Chor (in Vorbereitung) erhältlich (Partitur und Klavierauszug auch
digital).