1. Nudelsorten Die Qual der Wahl
Hierzulande sind einige Nudelsorten besonders bekannt und beliebt. Die klassischen, dünnen, langen Spaghetti unterscheiden sich aber zum Beispiel nur in der Breite und dem Querschnitt von den etwas unbekannteren Linguine. Der Klassiker unter den Nudeln ist im Querschnitt rund, im Gegensatz zur schmaleren, platten Linguine. Ebenfalls bekannt sind die Spirelli-Nudeln, die man auch unter dem Namen Fusilli finden kann. Penne, Makkaroni und Rigatoni sind unterschiedlich lange, geriffelte Röhrennudeln, die schräg oder gerade abgeschnitten sind. Cannelloni hingegen sind eine glatte, gro?e Variante der genannten drei Sorten. Sie werden häufig gefüllt und anschlie?end im Ofen gegart. Wer es gerne bunt mag, kann bei dem Angebot an farbigen Nudeln schauen, ob er eine passende Sorte findet. Auch Motiv- und Buchstabennudeln kann man bei vielen Anbietern günstig kaufen. Für besondere Anlässe - wie ein Jubiläum oder den Valentinstag - könnten Herznudeln eine romantische Idee sein. Die Bezeichnungen Reis-, Eier- und Vollkornnudeln geben Auskunft über verwendete Zutaten. Glas- und Mie-Nudeln sind traditionelle asiatische Nudeln. Glasnudeln sind leicht transparent und Mie-Nudeln sehr lang sie sind das chinesische ?quivalent zu den japanischen Ramen. Mie oder ähnliche Nudeln gelten als die ältesten bekannten Nudelvarianten. Konjak Nudeln werden aus der Pflanzenknolle der Konjakwurzel hergestellt und sind dank unverdaulicher Ballaststoffe eine kalorienarme Pastasorte. Zu den Bandnudeln zählen auch Fettuccine und Papardelle, wobei letztere Sorte breiter ausfällt. Zu erwähnen sind ebenfalls die Lasagneplatten, die für den klassisch italienischen Auflauf unerlässlich sind, und die nahrhaften Pasta-Sorten mit Dinkel- und Vollkornanteilen.
2. Nachhaltige Nudeln
Bei den Qualitäts-Hinweisen von Nudeln gibt es einige Bio-Siegel. Das Bio-Siegel der EU steht für den biologisch nachhaltigen Anbau von Pflanzen sowie die artgerechte Haltung von Tieren. Es werden keine synthetisch-chemischen Dünger eingesetzt und die Verwendung von Gentechnik ist untersagt. Bei dem Bioland- und dem Demeter-Siegel kommt hinzu, dass die Anzahl der zugelassenen Zusatzstoffe noch geringer ist, als bei dem staatlichen Qualitäts-Siegel. Au?erdem sind die Richtlinien in Bezug auf die Tierhaltung hier strenger, was eine Massentierhaltung garantiert ausschlie?t. Bei beiden Siegeln, müssen der gesamte Betrieb und auch die Lieferanten den jeweiligen Richtlinien entsprechen, um das Zeichen rechtmä?ig verwenden zu können. Das Siegel Naturland schreibt dabei zusätzlich Richtlinien hinsichtlich Waldnutzung und soziale Aspekte der Herstellung vor. Der Fairtrade-Aufdruck gibt an, dass das vorliegende Produkt unter fairen und nachhaltigen Bedingungen hergestellt und gehandelt wurde.
3. Wichtige Ernährungshinweise
Damit Allergiker und Menschen mit einer Unverträglichkeit gegenüber gewissen Inhaltsstoffen keine unangenehmen Reaktionen erfahren, ist es günstig, die Inhaltsstoffe der Nudeln zu beachten. Die Suche nach einer genie?baren Sorte wird durch Hinweise wie eifrei, glutenfrei und laktosefrei vereinfacht. Vorsicht ist auch bei Zutaten wie Soja, Hefe und Glutamat geboten. Veganer können auf Nudeln ohne tierische Bestandteile zurückgreifen, während für Menschen, die nach jüdischen Speisegesetzen leben, auch Pasta angeboten wird, die koscher ist.
4. Spezielle Methoden der Herstellung
Es gibt unter anderem drei besondere Herstellungsmethoden für Nudeln. Eine davon ist das Bronzeverfahren. Hier werden die Nudeln durch eine Form aus Bronze gepresst, was für eine rauere Oberfläche sorgt, an der die Sauce besser haftet. Einige Nudelsorten durchlaufen dagegen während der Herstellung mehrere Walzvorgänge und sind dadurch weicher und bekömmlicher, da Luft in dem Teig eingeschlossen wird. Die Bezeichnung mit Frischei weist darauf hin, dass bei der Produktion der Nudel frische Eier der Güteklasse A verwendet wurden. Bei der industriellen Herstellung von Nudeln wird allerdings auch zwischen getrocknetem und frischem Vollei unterschieden. Bei dem frischen Vollei werden frische Eier aufgeschlagen, bei 60C pasteurisiert und anschlie?end innerhalb von 24h und in gro?en gekühlten Schutzverpackungen an die Gro?hersteller geliefert.