Im 20. Jahrhundert versucht die Schweiz Fahrende mit Gewalt zu assimilieren. Kindeswegnahme
Versorgung und Zwangsbehandlung sind die Mittel. An der Familie Mehr werden sie durchexerziert.
Mit Marie Emma Mariella und Christian Mehr werden drei Generationen sich selbst entfremdet
beiden Frauen wird das Kind weggenommen. Ihre Wut darüber verarbeitet Mariella als
sprachmächtige Schriftstellerin Christian schreit sie der Gesellschaft als Punk ins Gesicht.
Mariella betäubt den Schmerz mit Alkohol Christian mit Heroin. Das Erlebte dominiert das Leben
verbindet die beiden und spaltet sie zugleich. Es ist die Geschichte einer
Mutter-Sohn-Beziehung welche die mentalen und körperlichen Folgen der behördlichen Gewalt in
sich trägt. Auf lebendige Weise und eingebettet ins Zeitgeschehen erzählt Michael Herzig von
den Verheerungen des sogenannten Hilfswerks «Kinder der Landstrasse» das sowohl Mariella als
auch Christian quälte und misshandelte - fünfzig Jahre nach dem Ende des «Hilfswerks» sind die
Folgen noch immer präsent.