Diese Festschrift anlässlich des 60. Geburtstags von Kristian Fechtner folgt seinem
theologischen Erkenntnisinteresse am Praktisch-Werden von christlicher Religion in der
Lebenswelt der Subjekte sowie in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Fechtner hat immer
wieder Perspektiven einer offenen zeitsensiblen Volkskirche konturiert die sich
aufgeschlossen zeigt gegenüber den vielfältigen teils eigensinnigen und mitunter
spannungsvollen Äußerungsformen des spätmodernen Christentums. Die Beiträge dieses Bandes
knüpfen daran an. Sie geben darüber Aufschluss wie sich Theologie und Kirche in der
postsäkularen Gesellschaft verorten lassen und inwiefern von einer 'Volkskirche im Übergang'
gesprochen werden kann. In den Blick kommen unter anderem die Herausforderungen des digitalen
Wandels die Entwicklungsdynamik volkskirchlicher Zugehörigkeit die Post-Volkskirchlichkeit in
Ostdeutschland und die Anforderungen an eine Öffentliche Theologie im Pluralismus. Eine eigene
Rubrik widmet sich dem kirchlichen Handeln in der Corona-Pandemie als Brennglas auch für
religiöse Kommunikation in Krisenzeiten.