Unsere Wahrnehmung der Welt ist nicht objektiv. Vielmehr wird sie durch gesellschaftlich
geprägte Denkmuster - sogenannte Mindsets - beeinflusst. Sie bestimmen welche Informationen
wir aufnehmen wie wir sie interpretieren und welche Entscheidungen wir treffen. Aber was
passiert wenn diese Mindsets feste Vorstellungen über Weiblichkeit verankern? Wie wirken sie
sich auf das Erleben von Geburt Mutterschaft und weiblicher Sexualität aus? Und inwiefern
verstärken sie bestehende Ungleichheiten - etwa im Gesundheitssystem und in der Wissenschaft?
Die Autorin nimmt ihre LeserInnen mit auf eine spannende psychologisch-feministische Analyse
dieser verinnerlichten Glaubenssätze. Sie zeigt auf dass "Female Mindsets" nicht nur
individuell verankert sind sondern auch strukturell wirken: in einem System in dem Forschung
zu Geburt in der Psychologie als randständig gilt in dem Frauen für die gleichen
wissenschaftlichen Leistungen schlechter bewertet werden als Männer oder in dem weibliche
Sexualität oft erst dann thematisiert wird wenn ihr Fehlen als Problem für Männer wahrgenommen
wird. Dieses Buch stellt drängende Fragen: Warum werden Frauen noch immer mit der Vorstellung
konfrontiert sie müssten nach einer Geburt "perfekt" funktionieren? Wieso wird Mutterschaft
oft mit Schuldgefühlen verknüpft? Und warum erleben Frauen ihre Sexualität anders wenn sie
Mutter werden? Auf wissenschaftlicher Basis zeigt die Autorin dass diese Fragen keine
individuellen Probleme sind sondern tief in gesellschaftlichen Strukturen verwurzelt sind.
Mit einer Mischung aus fundierter Wissenschaft persönlichen Einblicken und gesellschaftlicher
Analyse lädt "Female Mindsets" dazu ein herrschende Denkmuster zu hinterfragen - und sich eine
neue bewusstere Sicht auf Weiblichkeit und Gleichberechtigung zu erarbeiten. Ein wichtiges
Sachbuch für alle die verstehen wollen wie unser Denken über Geschlecht geformt wird - und
was das für uns als Gesellschaft bedeutet. "Dr. Lisa Hoffmanns Buch ... erinnert uns daran
wie notwendig es ist weibliche Erfahrungen nicht als Randphänomen abzutun sondern sie mit ins
Zentrum von Wissenschaft Gesundheit und Gesellschaft zu rücken.> Susanne Mierau
Dipl.-Pädagogin Familienbegleiterin Autorin