Das Land ist müde und seine Mitte ist es auch: Die Institutionen des 20. Jahrhunderts sind mit
den Herausforderungen des 21. überfordert. Sie sind ausgelegt für das Verhandeln von
Verteilungsfragen und die Verlangsamung von Neuem. Heute aber durchläuft die Gesellschaft
wieder eine Phase des radikalen Wandels. Von Infrastruktur über Geopolitik demokratische
Teilhabe oder die Umwälzungen durch technologischen Fortschritt - überall muss gebaut
verändert neu gedacht werden. Stattdessen wird die Asymmetrie zwischen den Herausforderungen
und den angebotenen Lösungen immer größer. Die staatstragenden politischen Parteien des
Zentrums stehen für immer mehr Menschen vor allem für Stillstand. Wenn die Mitte die Demokratie
verteidigen will muss sie den Bürgern deshalb das Vertrauen in ihre Fähigkeit zur
Problemlösung zurückgeben. Sie muss radikal werden - oder zumindest radikal anders größer
denken in Ergebnissen statt Stellschrauben. Dieser Debattenband sammelt Ideen wie das
gelingen kann. Die Beiträge fragen nach neuer staatlicher Handlungsfähigkeit liberalem
Fortschritt gesellschaftlichem Zusammenhalt und entwickeln Ideen für eine die Zeit nach der
Zeitenwende Mit Beiträgen von Ulrich Machold Wolf Lotter Dr. Michael Fabricius Dr.
Alexander Görlach Tiaji Sio Sven Gerst und Dr. Isabella Hermann.