Der vietnamesische Revolutionär und Politiker Ho Chi Minh (1890–1969) ist im Westen vor allem
als Ikone der 68er-Bewegung bekannt. Die einstige Symbolfigur des antikapitalistischen
Guerrillakampfes wird heute aber auch mit Terror und Unterdrückung in Verbindung gebracht.
Dabei ist das Leben des Meisters der Tarnung der immer wieder Namen und Identitäten wechselte
rätselhaft geblieben. Martin Großheim beschreibt auf der Grundlage bisher unbekannter Quellen
die Laufbahn Ho Chi Minhs von seiner Kindheit im Hause eines konfuzianischen Gelehrten über
seine Politisierung in Paris und Moskau und den Kampf gegen die Kolonialherrschaft bis zur
Präsidentschaft in Nordvietnam. Zur Sprache kommt dabei auch das Privatleben des Asketen etwa
seine weitgehend unbekannte Ehe mit einer Chinesin.