Hattuscha war die Hauptstadt des mächtigen Hethiterreichs das von 1750 bis 1200 v. Chr. in
Blüte stand. Um 1180 v. Chr. aber müssen schwerste innenpolitische kulturelle und
wirtschaftliche Erschütterungen diese Hochkultur so hart getroffen haben dass sie sich nie
wieder von dieser Katastrophe erholte und zur Bedeutungslosigkeit herabsank. Im 19. Jahrhundert
wusste man überhaupt nur noch dank einiger Bibelstellen vom Volk der Hethiter. Dann aber
entdeckte man in Zentralanatolien die gewaltigen Ruinen Hattuschas und machte sich daran sie
zu enträtseln. Andreas Schachner der Chefausgräber Hattuschas hat ein spannendes Buch zur
Geschichte der Hethiter und ihrer Metropole geschrieben in dem er anhand zahlreicher
archäologischer Quellen Schriftquellen Photographien und Plänen ein facettenreiches Bild der
einstigen Großstadt entwirft. Er beschreibt anschaulich die Häuser Straßen Paläste Tempel
Befestigungs- und Versorgungsbauwerke die Keramik Kunstwerke und Grabstätten aber auch die
geistige Welt der Hethiter und macht auf diese Weise ihre vor drei Jahrtausenden verschwundene
Kultur wieder lebendig.