Der Geist spielt eine überaus prominente Rolle im Christentum. Immerhin hat er es - als
Heiliger Geist - bis in die Konstruktion des Gottesbegriffs selbst geschafft. Das ist ein
starkes Alleinstellungsmerkmal. Er hätte also richtig prominent werden können. Aber so ist es
nicht. Vielmehr ist der Heilige Geist das Stiefkind der Trinität. Ob es an seiner
vermeintlichen Unanschaulichkeit liegt? Oder daran dass wir mit "Vater" und "Sohn" schon genug
Sorgen haben? Doch der Geist hat noch ganz andere Probleme: Er gehört zu einer Gattung die es
nicht nur theologisch sondern überhaupt schwer hat. In Wahrheit ist es so: Der Geist
verflüchtigt sich. Umso rasender die Zeit desto mehr geraten wir die wir den Anschluss nicht
verlieren wollen außer Atem. Doch wer außer Atem gerät gerät auch "außer Geist". Um zu Atem
zu kommen müssten wir die Zeit zurückgewinnen. Wie das will Peter Neuhaus in diesem Buch
zeigen.