Er war der Kaiser der das Staunen lehrte. Friedrich II. wuchs in Palermo auf und war ein Kind
der drei Kulturen Siziliens. Byzantiner Sarazenen und Normannen hatten die Insel geprägt. Als
Mündel des Papstes stieg er zum römisch-deutschen Kaiser auf. Als er zum Kreuzzug berufen wurde
wähle er Diplomatie statt des Schwertes und gewann Jerusalem für die Christenheit zurück. Doch
der Bruch mit Rom sollte sein Leben prägen. Jahrelang war der Kaiser exkommuniziert. Sein Hof
in Italien war glamourös und exotisch. Friedrich war ein Wegbereiter der Renaissance und der
Kaiser hatte die Züge eines Freidenkers. Als er 1250 starb hinterließ er ein Machtvakuum und
im Reich brachen düstere Tage an.