Die PISA-Studie hat gezeigt daß Deutschland auch in einer Bildungskrise steckt. Zugleich aber
ist Bildung im klassischen Sinn gar nicht mehr gefragt in den Tests die mehr die Fähigkeit zur
Lektüre einer Gebrauchsanweisung und ihrer praktischen Umsetzung als das Verstehen von
Literatur überprüfen sollen. über Jahrhunderte gab es eine einheitliche europäische Bildung.
Vom frühen Mittelalter bis zum ersten Drittel des 20. Jahrhunderts setzte sich jede wichtige
Neuerung mit geringer Verzögerung auf dem ganzen Kontinent durch. Die Zeit aber in der die
philosophische künstlerische und wissenschaftliche Tradition lebendig in der ein
Bildungskanon verbindlich war scheint vorbei - und doch ist beides prägend auch noch für
unsere heutige Kultur. Die neu entfachte Kanondebatte ist ein Indiz dafür.Nach der Definition
der Begriffe »Bildung« und »Kanon« beschreibt Manfred Fuhrmann die Rezeption der Antike und die
Institutionen die entscheidend zu einer gesamteuropäischen Bildung beigetragen haben.In einem
weiteren Teil des Buches werden die bürgerlichen Einrichtungen - Theater Konzertwesen und
Museum - dargestellt sowie die Gegenstände der bürgerlichen Bildung: Philosophie Geschichte
und Literatur Musik Mathematik und Naturwissenschaften. Abschließend untersucht Fuhrmann die
gegenwärtige Bildungsmisere zeigt ihre Ursachen auf und weist einen Weg aus ihr hinaus.