»Entweder zu viel Körper oder zu wenig. Genau darum geht es seit Noah.« Daniel Pennac Ein
Zwölfjähriger beschließt ein Tagebuch über seinen Körper zu schreiben. Und tatsächlich führt
der 1923 geborene Erzähler in Daniel Pennacs Roman jahrzehntelang Buch über das was sein
Körper empfindet und was er an den Körpern seiner Mitmenschen wahrnimmt - bis zu seinem Tod im
Alter von 87 Jahren. Es geht um alles von der Pubertät bis zum Greisenalter um Schamesröte
Nasebohren Lust und Leid Haarausfall Zahnschmerzen oder Schlaflosigkeit. Um jede Form von
Sinneswahrnehmungen Geschmäcker Gerüche Geräusche. Wie ein Außenstehender schaut er auf den
Körper in dem er steckt: mal lustvoll und neugierig mal beschämt oder ratlos. Seine
Aufzeichnungen sind oft sehr direkt aber nie vulgär sie sind frech aber dennoch
restpektvoll. Entstanden ist der Roman eines Lebens: witzig melancholisch warmherzig
skurril. Das Buch das in Frankreich monatelang die Bestsellerlisten anführte »ist eine
wunderschöne komische Meditation über das Aufblühen eines Körpers und seinen Verfall. Ein
Roman der einem zuruft: Das Alter aufhalten kannst du nicht. Also genieß gefälligst das
Leben!« Dina Netz WDR