Die Idee der Insel ist vom Beginn überlieferter textlich fixierter Narration an mit dem
Potential raumzeitlicher Alterität verbunden da ihr die Möglichkeit zur Unterscheidung und
Abweichung innewohnt. Diese ideengeschichtliche Arbeit fokussiert mit der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts auf einen Zeitraum in dem dieses utopische Potential sich unterschiedlichen
Bedrohungen ausgesetzt sehen muss und aus der Anderszeitlichkeit der Insel eine Eigenzeit der
literarischen Insel wird. Der Verdichtung des Raumes und der Synchronisierung der Zeit im Zuge
der gesellschaftlichen Moderne und dem antiinsularen Programm einer übersteigerten Relation und
Synchronisierung der Insel in der nationalsozialistischen "Bodenpolitik der Zukunft" gegenüber
müssen die hier untersuchten Texte neue Wege finden die Spannungen der Idee Insel mit
literarischen Mitteln so zu verarbeiten dass die Utopie einer Neuschöpfung der Welt durch die
Insel gewahrt werden kann.