Ein Aufbegehren gegen die Einsamkeit 1985 nimmt sich eine junge Pianistin in Neubrandenburg
das Leben. Dreieinhalb Jahrezehnte später stößt die Schriftstellerin Helene Bukowski auf ihre
Geschichte. Behutsam nähert sie sich Christina sucht in ihrer Biografie nach Rissen und
Erschütterungen aber auch nach Augenblicken großen Glücks. Sie lernt einen Vater kennen der
in der Tochter seine eigenen Träume verwirklichen will eine Mutter die nie gelernt hat zu
widersprechen und ein Klavier das unverrückbar in der Wohnung steht. Bukowski folgt Christina
nach Ost-Berlin an die Spezialschule für Musik mit ihren kalten Übungsräumen und dem
täglichen Drill. Später nach Moskau zum Studium am Konservatorium durch sturzbachartigen
Regen und Nächte voller Schnee. Und sie findet eine Krankheit für die es erst heute eine
Diagnose gibt. Mit großer Behutsamkeit erzählt Helene Bukowski ihre Geschichte. Sie erzählt von
der DDR und gleichzeitig davon dass die Kunst ohne Freiheit nicht zu haben ist. Bukowski
erzählt mit großer Zärtlichkeit und fragt nach dem Wert von Talent dem Preis von Erfolg und
dem Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. 'Wie Helene Bukowski aus dem Nachlass einer jungen
Frau ein ganzes Leben rekonstruiert und daraus diesen schmerzlichen und klaren Roman komponiert
ist großartige Literatur.' Marion Brasch