LGBTQ+-Familien - also lesbian gay bisexual trans* und queere Familien - sind heute
sichtbarer denn je. Zugleich rücken sie gegenwärtig besonders in den Fokus politischer und
gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und Deutungskämpfe. Sie stellen klassische
Vorstellungen von Elternschaft und Familie in Frage. Auch im Recht gibt es zunehmend
Gleichstellung wie die 'Ehe für alle'. Doch diese Entwicklungen sind ambivalent: Viele
(rechtliche) Hürden bleiben bestehen neue Ausschlüsse entstehen und wir erleben wieder
Rückschritte. In ihrem Buch geben die Autorinnen Einblicke in den Alltag von LGBTQ+-Familien
die auf qualitativen Familieninterviews basieren. In dieser hochaktuellen empirischen Studie
kommen die Familien selbst zu Wort. Wie verwirklichen sie ihren Kinderwunsch? Mit welchen
rechtlichen und gesellschaftlichen Barrieren sind sie dabei konfrontiert und wie gehen sie
damit um? Wie gestalten sie ihr Familienleben? Die Autorinnen zeigen dass LGBTQ+-Familien auch
auf altbekannte heterosexuelle Familiennormen zurückgreifen diese aber gleichzeitig erweitern.
Durch ihre alltäglichen Kämpfe um Anerkennung prägen und verändern sie was Familie und
Elternschaft heute bedeuten - und in Zukunft bedeuten können.