Wolfgang Hilbigs Erzählung »Alte Abdeckerei« zieht den Leser hinein in einen geheimnisvollen
Bezirk der angesiedelt ist auf der Grenzlinie zwischen literarischer Imagination und
politischer Realität: »Jenseits der Kohlenbahnlinie südöstlich eines halb unbewohnten Dorfes
tief in der verwilderten Senke direkt an dem verkommenen Zaun begann das Gebiet welches der
Osten war und man drang nicht ungestraft in diese Gegend vor.« Hilbigs jugendlicher Held
erforscht auf ausschweifenden Erkundungsgängen diesen Bereich voller Ruinen ausgelaugter Äcker
und Industrieanlagen obwohl er immer wieder von den Erwachsenen gewarnt wird: Es sind dort
Menschen verschwunden so erzählt man ihm über die niemand mehr reden darf die aber in der
Erinnerung nicht auszulöschen sind.