Die Krise zur Zeit der Moderne war komplex. Zu ihren wichtigsten Aspekten gehörten die
Entfremdungskrise die Krise der Armut und die des Krieges. Die expressionistische Dramatik hat
zwischen 1910 und 1925 versucht mit dem Wandlungskonzept einen Beitrag zu ihrer Bewältigung zu
leisten. Das Konzept wird in dieser Arbeit anhand von elf expressionistischen Dramen
dargestellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Buches erfährt die Welt eine Krise die
derjenigen zur Zeit des Expressionismus in vieler Hinsicht ähnelt. Dies veranlasst die Autorin
darüber nachzudenken ob das im Drama des Expressionismus dargestellte Denkmodell der Wandlung
als taugliches Mittel zur Überwindung auch heutiger Krisen geeignet ist. Sie zieht dabei auch
Erkenntnisse aus anderen Wissenschaften heran und kommt zu einem interdisziplinären Ansatz.