Lindenhayn ist ein Ortsteil der Gemeinde Schönwölkau im Landkreis Nordsachsen in Sachsen und
liegt im Dreieck der Städte Eilenburg Delitzsch und Bad Düben an der Bundesstraße 2. Zudem
gibt es Ortsverbindungen nach Wölkau Göritz und Brinnis. Zum Ortsteil Lindenhayn gehört der
Ort Gollmenz südwestlich von Lindenhayn. Der Ortsteil liegt an der Leine. Lindenhayn ist von
der Siedlungsform her ein Straßenangerdorf. Der Ort wurde 1348 als Lindenhoin erstmals
urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis 1815 als Exklave im Amt Delitzsch zum kursächsischen
Amt Bitterfeld. Der heutige Ortsteil Gollmenz hingegen gehörte zum kursächsischen Amt
Delitzsch. Kurz vor der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 hielt sich Napoléon Bonaparte im
Pfarrhaus Lindehayn auf. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen Lindenhayn und
Gollmenz zu Preußen und wurden 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der
Provinz Sachsen zugeteilt. Am 20. Juli 1950 wurde der Ort Gollmenz nach Lindenhayn
eingemeindet. 1952 wurde Lindenhayn dem Kreis Delitzsch im Bezirk Leipzig zugeordnet. Seit 1990
gehörte der Ort zum sächsischen Landkreis Delitzsch. Am 1. Januar 1995 schloss sich Lindenhayn
mit vier weiteren Gemeinden zur Gemeinde Schönwölkau zusammen. Die Kirche St. Mauritius in
Lindenhayn stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche besteht aus dem Schiff und einem
Feldsteinturm Der spätgotische Flügelaltar stammt ursprünglich aus der Dorfkirche in Kreuma
wurde später von der Nikolaikirchgemeinde Eilenburg gekauft und nach einer Restaurierung von
der Lindenhayner Kirchengemeinde erworben. Die Glocke der Kirche stammt aus dem Jahr 1389 oder
1489. 1992 erfolgte eine umfassende Sanierung. Mit vielfältiger Unterstützung von Chronistinnen
und Chronisten und anhand historischer Belege lässt Pfarrer Friedemann Steiger die Geschichte
rund um die Mauritius-Kirche in Lindenhayn lebendig werden. Zahlreiche farbige Illustrationen
dokumentieren die Ereignisse aus neun Jahrhunderten. Ein vollfarbig illustrierter Festeinband.