Der erste Band dokumentiert die Baugeschichte des Ersten und des Zweiten Goetheanums auf dem
Dornacher Hügel sowie deren Vorläufer. Den ersten Impuls für einen solchen Bau gab die
Innenraumgestaltung anlässlich des Kongresses der Theosophischen Gesellschaft 1907 in München.
Später entstand in Malsch bei Karlsruhe ein nach Angaben Rudolf Steiners ausgeführtes
begehbares Modell. Es wurde Vorlage für einen anthroposophischen Versammlungsraum in Stuttgart.
Der in diesen Bauten zum Ausdruck kommende architektonische Impuls erreichte dann in Dornach
mit der Errichtung des Ersten Goetheanums das durch Brandstiftung in der Silvesternacht 1922
23 zerstört wurde und dem Wiederaufbau des Zweiten Goetheanums seine Blüte und eine soziale
Wirkung weit über den anthroposophischen Kreis hinaus. Der Band bietet eine ausführliche
Dokumentation aller dieser Phasen mit zahlreichen Abbildungen Skizzen Modellen Plänen und
Zitaten Rudolf Steiners zu den Grundlagen seiner architektonischen Arbeiten. Der zweite Band
dokumentiert alle übrigen Bauprojekte an denen Rudolf Steiner beteiligt war. Behandelt werden
die Nebenbauten des Goetheanums die in einem funktionalen Zusammenhang mit dem Hauptbau
standen so das Heizhaus und das zum Schleifen der Glasfenster eingerichtete Atelier (beide
1914). Zu den weiteren Projekten in der Dornacher Nachbarschaft gehören das Haus Duldeck (1915)
das Haus Vreede (1919) das Haus Blommestein (1919) und das Haus de Jaager (1921) sowie drei
Mitarbeiterhäuser (1920). Dokumentiert werden die Umgestaltung des Hauses Brodbeck dessen
Anbau für die Eurythmie bereits die Formen des zweiten Goetheanums vorwegnimmt (1924) das
Verlagshaus (1924) und das für Ita Wegman in der Nähe der Arlesheimer Klinik errichtete
Holzhaus (1924). Die Projekte werden im Entstehungszusammenhang vorgestellt sodass die
zeitlichen und konzeptionellen Zusammenhänge ebenso deutlich werden wie die stilistische
Entwicklung des anthroposophischen Bauimpulses. Der mit Skizzen Modellen und Plänen reich
illustrierte Band macht den Ideenreichtum anschaulich mit dem Rudolf Steiner eine neuartige
architektonische Formgebung angeregt hat.