Um Armut zu bekämpfen scheint es naheliegend mehr Geld zu fordern: mehr Geld in Gestalt von
Sozialstaatsausgaben für Entwicklungshilfe etc. Nur: In Zeiten der Klimakrise kann darin nicht
die zentrale Lösung für das nach wie vor drängende Problem der nationalen und weltweiten Armut
liegen. Was folgt daraus? Natürlich nicht dass wir Menschen und Staaten das Recht auf
Entwicklung absprechen. Unsere exklusiven und exkludierenden Privilegien aufgrund der
Zufälligkeit des Geburtsortes lassen sich nicht rechtfertigen. Dennoch ist diese Erkenntnis der
Nicht-Verallgemeinerbarkeit relevant. Sie verdeutlicht dass wir prinzipiell anders über das
Phänomen Armut nachdenken müssen. Hierzu möchte dieses Buch einen Beitrag leisten.