Ein Künstlerbuch in dem Wilhelm Klotzek die Umschläge von Kunstbüchern kurzerhand zum eigenen
Genre erklärt parodiert kommentiert in politische und biografische Zusammenhänge einbettet
und mit seinen eigenen Erfahrungen aus dem Berlin der Wendezeit verwebt. Buchtitel und
Einbände geben nicht nur Aufschluss über den Inhalt von Büchern sondern lassen in ihrer
Gesamtheit die Interessen von Epochen und deren Gesellschaften erahnen. Eingebettet in die
architektonisch-skulpturale Nachahmung eines Schaufensters verhandeln die 129 Buchcover in
Klotzeks imaginärer Bibliothek Auszüge aus Kunst- und Architekturgeschichte und verweben sie
mit Erfahrungen des Künstlers aus dem Berlin der Wendezeit. Hier trifft der Jargon der
Kunstwelt auf die rauen Oberflächen des urbanen Raums und nimmt humorvolle pragmatische oder
historische Wendungen mit Titeln wie "Broodthaers in der DDR" "Auto Farblackierungen um 1990"
oder der Frage: Wo hat sich das Arbeiterporträt versteckt? Der Band versammelt erstmals
Abbildungen von "Die Kunstbuchhandlung" als Modell und raumgreifende Skulptur dazu die 129
Buchcover. Text: Wilhelm Klotzek Joanna Vickery-Barkow.