Gottfried Helnweins (* 1948) Gemälde von Kindern berühren und verstören zugleich. Der
hyperrealistische Charakter seiner Bilder verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Das verletzbare
und wehrlose Kind dient dem Künstler als zentrales Motiv in der Auseinandersetzung mit den
Themen Schmerz Verletzung und Gewalt. Der Katalog gibt einen Überblick über das Schaffen der
letzten zwanzig Jahre. Das Kind in Helnweins Arbeiten verkörpert stellvertretend
psychologische und gesellschaftliche Ängste. Der Künstler setzt seine Darstellungen auch dazu
ein Nationalsozialismus und Holocaust oder das Tabuthema des Missbrauchs anzuprangern.
Helnwein gilt bis heute als Provokateur. Mit seinen Werken die nach fotografischen Vorlagen
entstehen und durch ihre technische Perfektion bestechen gelingt es ihm nach wie vor Menschen
aufzurütteln. »Meine Bilder haben schockiert weil ich sichtbar gemacht habe was die Leute
lieber unsichtbar gelassen hätten.«