Es ist sehr beruhigend zu beobachten, wie sich die Erkenntnis und das Verständnis über die universelle Tatsache, dass alles miteinander verbunden ist und interagiert, dass alles, also das gesamte Universum und alles was sich in ihm befindet, eine einzige Wesenheit ist, so langsam ihren Weg bahnen!Auch dieses Buch will dieses neue ganzheitliche, integrale Sehen, Denken, Verständnis und Handeln vermitteln, weil nur mit diesem neuen Denken der Klimawandel erfolgreich und nachhaltig bewältigt werden kann.Die beiden Autoren zeigen auf, dass vor allem in der Politik nachwievor das alte Denken und Handeln vorherrscht, das die Autoren mit dem Satz beschreiben: "Macht euch die Erde untertan, spielt Gott und baut sie nach!"Sie zeigen auf, dass alle maßgeblichen politischen Parteien, die CDU/CSU, die SPD, natürlich die FDP und auch die GRÜNEN, der Ideologie folgen, dass der Klimawandel nur mit alleiniger Effizienz, Digitalisierung und technischer Innovation bewältigt werden kann, die zudem dann auch noch ein sog. "grünes Wachstum" versprechen sollen.Die Autoren zeigen weiter auf, wie naiv diese Vorstellungen sind, dass diese Vorgehensweise nur ein "weiter so wie bisher" bedeutet und deswegen zwangsläufig zum Scheitern verurteilt ist. Denn man kann ganz grundsätzlich nie mit dem alten Denken, das unsere existenziellen Probleme ja überhaupt erst verursacht hat, diese Probleme dann auch lösen!Zudem sind diese "technischen Innovationen", auf die die Politik setzt, noch überhaupt nicht existent! Zum Beispiel, die für die Energiewende notwendigen riesigen Energiespeicheranlagen, sind noch nicht mal ansatzweise in einem erfolgversprechenden Entwicklungsstadium - ganz zu schweigen von der Idee der selbstfliegenden Roboter, die CO2 aus der Atmosphäre absaugen sollen und das dann unter der Erdoberfläche irgendwie verklappt werden soll.Oder auch das grandiose Vorhaben, mit irgendwelchen Schiffen das Mikroplastik aus den Meeren zu fischen, von dem man aber mittlerweise weiß, dass es sich über die gesamte Wassersäule bis zum Meeresgrund verteilt hat. Also, wie soll das bitteschön funktionieren?Und der nur rein aus der Wachstumsideologie resultierende Umbau zur Elektromobilität wird daran scheitern, dass die dafür benötigten Unmengen an Rohstoffen überhaupt nicht genügend vorhanden sind und Recyclingverfahren für diese Technik noch nicht existieren - unabhängig davon, dass ebenfalls noch vollkommen ungeklärt ist, wie der für diese Mobilität notwendige riesige Energiebedarf überhaupt klimaneutral produziert und gesichert werden kann. Es ist ein existenzieller Irrtum, zu glauben, dass man allein schon dadurch klimafreundlich und ökologisch handelt, wenn man sich ein Elektroauto kauft.Dasgleiche gilt natürlich auch für die Ernährung, denn eine im Prinzip künstliche, von den natürlichen (universellen) Prinzipien, Funktionsweisen und Wirkungsmechanismen abgekoppelte Nahrungsmittelproduktion, wie es China schon praktiziert, wird natürlich und logischerweise auch dem Menschen schaden.Dieses Buch offenbart, dass die Politik weit davon entfernt ist, nachhaltige Konzepte, die im notwendigen Einklang mit dem Ganzen stehen, entwickeln zu können - (oder zu wollen)!Die Frage ist, woran das liegt?Aus Unwissenheit und intellektueller Schwäche? Aufgrund geistiger Unbeweglichkeit, ideologischer Gründe und von Machterhaltung? Oder, weil die Mehrheit der Menschen eigentlich keine radikalen Veränderungen wollen, sie also mal wieder die notwendige Eigenverantwortung an andere und anderes abgeben, anstatt sich selbst weiterzuentwickeln?Es dürfte wohl alles zutreffend sein!Fazit: Auch dieses Buch hat die Qualität, dieses notwendige neue ganzheitliche, integrale Denken, das mit der Erkenntnis und dem Verständnis arbeitet, dass alles miteinander in Wechselwirkung steht, dass alles eine einzige Wesenheit ist, vermitteln zu können, sowie, dass dieses neue Denken als Grundvoraussetzung auch unbedingt notwendig ist, um u.a. den Klimawandel überhaupt bewältigen zu können.Es beschreibt in eindringlicher, aber unaufgeregter Weise, dass der Mensch ein Teil der Natur, ein Teil des Ganzen ist und dass er sich als solches auch endlich mal sehen und verstehen muss und nicht losgelöst von allem anderen über den Dingen steht, sondern im Einklang mit dem Ganzen leben muss, sowie, dass sein bis dato immer noch praktizierte selbstherrliche, narzisstische und anmaßende Denken und Handeln unsere Probleme nicht lösen kann, sondern in einer logischen Konsequenz nur in ein desaströses, existenzielles Scheitern führen wird.Ein radikales Umdenken, ein neues Denken ist also notwendig und angesagt! Deswegen lesens- und empfehlenswert!
Das Buch liest sich gut, auch wenn es durchaus ernste Themen diskutiert. Anders als andere Bücher zum Thema Umwelt/Klima verzichtet es völlig darauf, irgendwelche gerade populären "Sofortprogramme" aufzustellen. Vielmehr will es zu einem neuen Denken einladen. Dabei stellen sie viele Dinge in Frage, die bei usn als nicht verhandelbar gelten: Wachstum, Eigentum, ja sogar Religion. Im grudne ist das Buche ien Art neuer "Denkschule", eine Philosophie für eine Welt im Zeitaler des Klimawandels. Fazit: Man muss nicht allem zustimmen, aber meine eindeutige Empfehlung lautet: Lesen!