»Was ist das Wesen des Lachens? Was steckt hinter dem Lächerlichen? Was haben die Grimasse
eines Clowns ein Wortspiel eine Verwechslung in einem Schwank eine geistvolle Lustspielszene
miteinander gemeinsam?«? In seinem elegant geschriebenen Essay ' Das Lachen' der 1900
in drei separaten Aufsätzen in der ' Revue de Paris' erschien und ein Jahr später sehr
erfolgreich als Buch veröffentlicht wurde entwickelt Henri Bergson eine Theorie des Komischen
als soziales Verhältnis. Er konzentriert sich dabei vor allem auf das Auslachen: Unter drei
verschiedenen Aspekten (Bewegungskomik Situations- und Wortkomik Charakterkomik) untersucht
Bergson an vielen Beispielen weshalb uns etwas lächerlich erscheint und stellt fest dass es
stets der Übergang vom Lebendigen zum Mechanischen zum Automatismus bzw. das '
Mechanische im Lebendigen' ist das zum Lachen reizt. ' Das Lachen' behandelt
bereits ' in nuce' die Frage um die Bergsons gesamtes Werk kreist: wie das Lebendige
das ' Werden' angemessen beschrieben werden kann ohne in die Begrifflichkeit der
klassischen repräsentationslogischen Philosophie zurückzufallen. Weil das ' Lachen'
darüber hinaus eine Theorie künstlerischer Kreativität enthält wurde Bergson mit diesem Buch
zum Propheten einer ganzen Generation symbolistischer Künstler und Literaten. Der Text wurde
von Roswitha Plancherel-Walter ins Deutsche übertragen der Band enthält im Anhang Bergsons
Nachwort zur 23. Auflage von 1924.