Mit einer visionären Verknüpfung von Naturtheologie Anthropozän-Reflexion und Philosophie des
Lebendigen eröffnet das Werk neue Perspektiven auf die Frage wie der Mensch in Beziehung zu
seiner Umwelt zu anderen Lebewesen und zu Gott steht. Anthropozentrismus und dominierende
verengte Konzepte von Subjektivität werden kritisch beleuchtet. Der Autor fordert eine
Dezentrierung hin zu nicht-menschlichen Lebewesen und stellt gängige öko-philosophische Ansätze
infrage. Anschließend thematisiert er die Vorstellung von "reiner Natur" und verbindet
klassische Dogmatik mit kritischer Theorie um die Erlösungsbedürftigkeit auch der
nichtmenschlichen Natur zu erweisen. Schließlich werden die Beziehungen zwischen Mensch Tier
und Gott neu gedacht: Der Autor entwickelt eine "materialistische Pneumatologie" in der die
Materie als Träger göttlicher Präsenz und Tiere als Subjekte anerkannt werden