Im Lauf der 1950er Jahre kam es innerhalb der 1924 gegründeten Vereinigung
Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte zu Auseinandersetzungen um die Wahrung der Traditionen in
der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Weitere Streitpunkte waren die jährlichen Narrentreffen
und eine Diskussion über den Zusammenschluss mit rheinländischen Karnevalsverbänden. 1953
traten deshalb die traditionsbewussten Narrenzünfte aus Elzach Rottweil und Überlingen aus der
Vereinigung aus. Ihnen folgten 1955 die Historische Narrozunft Villingen 1584 e.V. und am 12.
Januar 1958 die Narrenzunft aus Oberndorf. Die Narrenzünfte aus Elzach Rottweil Überlingen
und Oberndorf haben sich 1963 zum Viererbund zusammengeschlossen. Der Viererbund wurde
lediglich per Handschlag besiegelt. Es besteht kein Verband oder eine schriftlich festgelegte
Satzung. Die vier Zünfte treffen sich alle drei bis vier Jahre zu einem großen Narrentag. Die
ersten Treffen fanden bereits vor der eigentlichen Gründung des Viererbunds statt. Außer der
Teilnahme an den Narrentagen beteiligen sich die vier Zünfte nicht an Umzügen oder sonstigen
Veranstaltungen anderer Narrenzünfte. Der Begriff "Narrentag" wurde bewusst gewählt um sich
von den Narrentreffen der anderen Narrenzünfte zu unterscheiden. Der Austrittsgedanke der
Zünfte Rottweil Elzach und Überlingen wurde schon Ende der 1930er Jahre beschlossen.
Allerdings wurde dieser Gedanke durch den Zweiten Weltkrieg verschoben. Narrentage beginnen für
die zuschauenden Gäste mit dem traditionellen Narrenbaumsetzen der Narrenzunft Überlingen am
Samstag um 11:00 Uhr. Am Samstagabend folgt der Fackellauf der Elzacher Schuttige an dem auch
die anderen drei Zünfte teilnehmen. Der eigentliche Narrensprung findet wie bei anderen
Narrentreffen am Sonntagnachmittag statt. Er wird von der Zunft angeführt die den folgenden
Narrentag ausrichtet das Ende bildet die gastgebende Zunft.