Eva ist Anfang vierzig als sie einen Anruf von dem Mann erhält der in ihrer Kindheit eine
Zeitlang die Rolle des Vaters einnahm bevor er scheinbar für immer verschwand: Vito Anania. Er
liegt im Sterben und möchte Eva noch einmal sehen. Sie reist mit dem Zug von Südtirol quer
durch Italien in den äußersten Süden. In ihrer Vorstellung entfaltet sich ihre ganze Kindheit
in Südtirol: Sie wuchs im Schatten der politischen Verwerfungen einer Region auf die drei
Jahrzehnte lang der Spielball bedrohlicher Allianzen war und dann endlich den Aufbruch in die
Autonomie wagte. Doch noch stärker wurde Evas Kindheit geprägt von der Liebe ihrer Mutter der
im Leben nichts geschenkt wurde. Der Roman einer Provinz ohne Vaterland und eines Mädchens ohne
Vater.