Das erste Mal betrunken ist Guita mit acht Jahren. Um ihre Eltern zu 'bestrafen' die ihr kein
Schmetterlingsnetz kaufen wollen trinkt sie Wein aus dem großen Fass im Keller. Dann
sechzehnjährig betrinkt sie sich auf einer Party mit Champagner. Das versteht ihr Freund
Jacques als Freibrief und geht viel zu weit. Sie heiratet ihn weil es sich so gehört und
trinkt weiter. Absinth Portwein Gin Whisky. Guita gibt sich den Männern und dem Rausch hin
und ertränkt jeden Tag in 'dem sinnlichsten aller Nebel in dem alles in einem einvernehmlichen
Nichts zu schwimmen scheint'. In diesem ebenso hungrigen wie trunkenen Frauenleben verbinden
sich Lebenslust und Verzweiflung Missbrauchserfahrungen und Selbstermächtigung in
eindrücklicher zwiespältiger Weise. Ein poetischer Text mit Herzrasen.