Rosafarbene Slips babyblau gefärbtes Achselhaar Schmollmünder auf Selfies: Was sich nach
Männerphantasien anhört ist bei Netzkünstlerinnen feministisches Statement. Sie betreten damit
den Kampfplatz um das »richtige« Bild der Frau das in den Sozialen Medien nicht nur
metaphorisch zur Debatte steht. Handelt eine Frau emanzipatorisch wenn sie sich beim Stillen
zeigt - oder reduziert sie damit sich selbst und andere Frauen auf die Mutterrolle? Bestätigt
ein "Girl Power"-T-Shirt die Rolle des naiven kleinen Mädchens - oder stellt es sie infrage?
Die Medienwissenschaftlerin Annekathrin Kohout hat eine ebenso kurze wie prägnante Kultur- und
Diskursgeschichte der weiblichen Bildpolitik verfasst die von den Emanzipationsbewegungen im
frühen 20. Jahrhundert bis zum netzfeministischen Bilderstreit der Gegenwart alle wesentlichen
Phänomene weiblicher Bildpolitik in den Blick nimmt.