Seit mehr als 40 Jahren stehen Migrant:innen sowie ihre Kinder und Enkelkinder im Zentrum der
politischen wissenschaftlichen und öffentlichen Diskussion. Dieser Band wendet sich nun der
Gruppe zu die in der Integrationsdebatte bisher übersehen wurde: die Menschen ohne
Migrationshintergrund. In vielen europäischen Großstädten sind sie heute zahlenmäßig in der
Minderheit. Wie erleben sie die superdiverse Stadt? Sind sie ein Teil dieser Vielfalt? In der
internationalen "Becoming-a-Minority"-Studie haben wir Antworten auf diese Fragen gefunden:
Diese neue Minderheit empfindet es im Allgemeinen als bereichernd in einer kulturell
vielfältigen Stadt zu leben aber gleichzeitig haben nur wenige von ihnen selbst einen
heterogenen Freundeskreis. Viele von ihnen haben auch nicht von klein auf gelernt ganz
praktisch Vielfalt zu leben. Dieses Buch zeigt dass diejenigen die die Kunst des
Zusammenlebens erlernt haben sich in der superdiversen Stadt wohler fühlen mehr Kontakte und
angenehmere Interaktionen in ihrem Wohnumfeld erfahren. In einer vielfältigen Umgebung zu leben
und an ihr teilzuhaben erweist sich als positiv für das eigene Wohlbefinden.