Welchen narrativen Stellenwert nehmen Smartphones heute ein? Hannah Huber analysiert anhand
ausgewählter Romane der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur wie sie auf Erinnerung
Migration Identität Raum und Beziehung wirken und bezieht dabei auch deren literarische
Modellierungen ein. Als Metonymie des Internets lösten Smartphones den Standcomputer ab und
ersetzten als partnerähnliche Objekte oft reale Interaktionen. In Abgrenzung zu Vorgängermedien
wie Brief oder Festnetztelefon eröffnen sie neue Erzählräume in denen Figuren sich zunehmend
selbst reflektieren und zugleich in Distanz zur Umgebung treten: Smartphones schaffen einen
Raum voller Orte.