Die öffentliche Debatte und weite Teile der Bildungslandschaft sind heute beherrscht von einem
verarmten Denken. Diese Krise der Imagination offenbart sich da wo ein sprachlicher
Pragmatismus herrscht der sich in Phrasen und Marketingvokabeln erschöpft. Sie zeigt sich an
einer eindimensionalen Fixierung auf das Hier und Jetzt - ohne Geschichtsbewusstsein und
utopische Zukunftsidee. Und sie wird ablesbar an der von digitalen Medien befeuerten
Meinungsdemokratie in der komplexe Urteile kein Gehör mehr finden. Roland Reichenbach
identifiziert die verheerenden Ausläufer dieses abgeflachten schnellen und sinnaushöhlenden
Denkens und setzt etwas dagegen. Er beschreibt eine Denkform die Tiefe hat
möglichkeitsorientiert ist und erzählerisch auf starke innere Bilder zurückgreifen kann um
sowohl die Urteilskraft der Einzelnen als auch den Gemeinsinn in der Gesellschaft wieder zu
stärken.