J.L. Moreno (1889-1974) der Vater des Psychodramas war ein früher Kritiker Sigmund Freuds
war Verfasser und Herausgeber von Schriften der Wiener Moderne und des Existenzialismus
gründete ein experimentelles Theater beeinflusste Martin Buber und wurde zu einem bedeutenden
Psychiater und Sozialwissenschaftler seiner Zeit. Moreno in seiner Jugend Mystiker
Theaterimpresario Verleger und Erfinder emigrierte 1926 nach Amerika wo er berühmte
Schauspieler*innen ausbildete die Gruppentherapie einführte und zum Wegbereiter der
Humanistischen Psychologie wurde. Als Sozialreformer reorganisierte er Schulen und Gefängnisse
und entwarf im Rahmen des New Deal Plan Gemeinschaften für Arbeiter*innen und Landwirt*innen.
Die von seinem Sohn Jonathan D. Moreno geschriebene Biografie verbindet das Leben und die
Errungenschaften J.L. Morenos mit den Entwicklungen in der Psychologie und Soziologie. Er
betrachtet Morenos Einfluss als Pionier nicht nur im medizinischen und therapeutischen Bereich
sondern auch im Kontext der Zeitgeschichte bis hin zur Entstehung der sozialen Netzwerke im 21.
Jahrhundert. Mit humorvollen Anekdoten und prägnanten Zitaten bietet er persönliche Einblicke
in das Leben seines Vaters. J.L. Morenos Liebe zum Theater und seine zahlreichen
Improvisations-Theaterprojekte führen dabei als roter Faden durch das Buch und sind Fundgrube
und Inspiration für alle Theater-Begeisterten.