In Mühlensommer erzählt Martina Bogdahn warmherzig und humorvoll von einer Frau und ihrem
Leben zwischen zwei Welten. Von einer Jugend auf dem Land einer Flucht in die Stadt und einer
folgenreichen Rückkehr. Von Müttern und Töchtern und davon dass man manchmal zurückblicken
muss um sich selbst zu finden. Ein drückend heißer Sommertag. Mit ihren beiden Töchtern
macht sich Maria auf den Weg in ein langes Wochenende fern von Stadt Stress und Schule. Doch
dann ruft Marias Mutter an. Der Vater hatte einen Unfall und liegt im Krankenhaus. Die Mutter
ist bei ihm und auf dem Bauernhof der Familie müssen Schweine Kühe und Hühner versorgt werden
- aber auch die demente Großmutter. Maria fährt sofort zum Hof. Doch da erwartet sie nicht
nur die seit Stunden schon Äpfel schälende Oma sondern auch die Erinnerung an ein fast
vergessenes Leben zwischen Schulbus und Schweinestall Dreimeterbrett und Kirchenbank an den
Duft von frischem Holzofenbrot und endlose Hopfenernten starre Traditionen und lauter kleine
Freiheiten. Als am Tag darauf die Mutter aus dem Krankenhaus heimkehrt und plötzlich auch
Marias Bruder Thomas auf dem Hof steht ist die Familie versammelt. Sie eint die stille Sorge
um den Vater. Bis Thomas das Schweigen bricht und endlich zur Sprache kommt was sie alle lang
verdrängt haben ... Man weiß nie wo es hingeht im Leben aber man weiß immer wo man
herkommt.