Die Tänzerin und Bildhauerin Oda Schottmüller aus Berlin ist hin- und hergerissen zwischen
ihrem Wunsch ungeachtet der politischen Zustände zu tanzen und künstlerisch zu gestalten und
dem Bedürfnis den Nazis etwas entgegenzusetzen. Als sie von ihrem Freund Hans Coppi gefragt
wird ob die Widerstandsgruppe um ihn - von den Nazis die Rote Kapelle genannt - in ihrer
Abwesenheit ihr Atelier für das Senden von Funksprüchen nutzen dürfe sagt sie zögernd zu.
Später gibt sie auch in Tanzpartituren verschlüsselte Informationen weiter. Sie transportiert
eine Partitur im doppelten Boden ihres Koffers nach München von wo aus sie nach Zürich
gelangt. Dort werden die codierten Informationen von Elfriede entgegengenommen und der
schweizerischen Gruppe der Roten Kapelle in Bern überbracht die sie nach London und Moskau
funkt. Oda Schottmüller und ihre Mitstreiter:innen werden 1942 verhaftet und zum Tode
verurteilt. Oda tanzt mit dem Tod begleitet vom Gefängnispfarrer Harald Poelchnau der
insgeheim Jüd:innen versteckt. Die historische Fiktion Purpur beleuchtet einen wenig bekannten
Aspekt des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Dabei wird der Bogen bis zum Schweizer
Cryptoskandal gespannt in den Elfriedes Enkel Max involviert ist und der sein Luxusleben auf
den Kopf stellt.