Früher war Kuba ein vergleichsweise reiches Land. Das Bruttosozialprodukt lag über dem Mexikos
die Ärztedichte über der in den Vereinigten Staaten das Bildungswesen war auf dem Niveau
Westeuropas. Sechs Jahrzehnte nach dem Sieg der Revolution kann sich das Land nicht mehr selbst
ernähren die Produktivität in der Wirtschaft reicht nur für Löhne von durchschnittlich 25 Euro
im Monat. Die Ideale einer sozialistischen Gesellschaft mit großer Gleichheit sind dahin die
sozialen Unterschiede wachsen unaufhörlich. Die politische Macht ist noch fest in der Hand der
kommunistischen Partei und der Familie Castro. Doch mit der Wiederzulassung kleinerer
Privatunternehmen und der Annäherung an die USA beginnt ein Umgestaltungsprozess mit ungewissem
Ausgang.