Ja 'alles schien gut' - so hieß es am Ende von Band 1 'Elisabetta oder Das Sterben der Grille.
Es sollte endlich ein ruhiges inniges Familien-Leben sein in Liebe und Glück. Elisabetta ihr
Mann Sebastiano eine Liebe aus ihrem Leben auf dem Festland Kalabriens vor ihrer Abreise -
oder war es eine Flucht? - mit ihm und ihrem mittlerweile sechsjährigen Sohn Milo übers Meer
nach Sizilien. Endlich konnte sie all ihre Ängste ihre Paník ihre Qualen aus ihrem - wie sie
es nannte - 'Unleben' abschütteln. In der Heimat ihres Mannes wo auch seine Eltern lebten ein
kleiner Ort an der Stadtgrenze von Catania hatten sie einen kleinen aufblühenden Weinhandel
geründeten. Darin hatte sie sich zuletzt intensive Kenntnisse angeeignet das hatte sie drüben
auf dem Festland erlernt - aber dann die Katastrophe: Ihr Mann Sebastiano verunglückt tödlich
- sein Auto war ohne später erkennbaren Grund von gerader Straße abgekommen gegen einen
Brückenpfeiler gerast. Von einer Sekunde zur anderen war Elisabetta bis auf die Hilfe der
Schwiegereltern auf sich allein gestellt war mit einem Schlag Witwe und alleinerziehende
Mutter die sich für ihren Sohn verzehrte. Für Milos schüttelte sie sich den Schock ab für
seine Zukunft stemmte sie sich gegen das Dunkel der Trauer und Verzweiflung stürzte sich in
ihre Arbeit. Jetzt sollte nein jetzt musste der Weinhandel ein Erfolgsprojekt werden. Dafür
galt es das zunächst lokale Vertriebsnetz auszubauen und Kooperationspartner zu finden. Auch
im Veneto. Darum fliegt sie eines Tages nach Venedig. Hätte sie nur eine winzige Ahnung gehabt
welche Schock- und Schicksalswellen sie aus der Lagunenstadt heraus auf eine traumatische
Odyssee bis nach Neapel spülen würde - sie hätte das Flugzeug in Catania nie betreten. Aber sie
ahnte nichts. Nichts von dem Unbekannten der immer wieder in entscheidenden Momenten ihren Weg
kreuzte. Nichts von ihren Brüdern den letzten Mitglieder ihrer kalabrischen Familie die auf
einmal drohend in Mailand auftauchten. Und vor allem nichts von dem Leid ihres kleinen Sohnes
Milo der plötzlich verschwunden war. Nein garnichts war mehr gut ...