Krankheiten machen sich bei Frauen anders bemerkbar als bei Männern und werden oft übersehen
weil die Medizin und die medizinische Forschung immer noch vorrangig am männlichen Körper
ausgerichtet sind und Frauen wie "kleine Männer" bei der Behandlung "mitlaufen". Im Ernstfall
kann das sogar lebensbedrohlich werden wenn schwere Erkrankungen nicht erkannt werden weil
sie bei Frauen andere Symptome zeigen als bei Männern. So äußern sich beispielsweise
Herzinfarkte bei Frauen zunächst in der Magengegend durch Übelkeit und diffuses Unwohlsein.
Frauen haben zudem einen komplexen Hormonzyklus was zu einer anderen Verträglichkeit von
Medikamenten führt und Nebenwirkungen verursachen kann die bei Männern gar nicht auftreten.
Wenn dann Medikamente nur an männlichen Probanden getestet werden kann dies gar nicht
berücksichtigt werden. Auch innere Organe und der Stoffwechsel funktionieren bei Frauen anders
als bei Männern sie haben zum Beispiel einen empfindlicheren Darm und leiden daher häufiger
unter Reizdarm - ein Syndrom das noch nicht gut erforscht und zum Teil in der Medizin nicht
anerkannt ist weil es bei Männern seltener auftritt. Das sind nur einige Beispiele die
zeigen wie sehr sich Frauen von Männern unterscheiden. Die Medizinforschung hat dies zu lange
ignoriert - mit gefährlichen Folgen für die Gesundheit von Frauen. Bei vielen gesundheitlichen
Problemen kann auch eine frauenspezifische Ernährung - Gender Nutrition - Linderung
verschaffen. In Kombination mit bestimmten Pflanzenstoffen können Patientinnen damit
verschiedenste Beschwerden positiv beeinflussen. Prof. Dr. Michaela Döll klärt auf wie
wichtig Gender-Medizin für eine kompetente ärztliche Behandlung ist. Sie erklärt anschaulich
und verständlich mit welchen Beschwerden und Nebenwirkungen von Arzneimitteln Frauen zu
kämpfen haben gibt Empfehlungen für natürliche und komplementärmedizinische Therapieansätze
und spezielle Lebensmittel. So erfahren Frauen wie sie Symptome richtig einschätzen und
erkennen und was sie tun müssen um diese richtig zu behandeln.